Harnas Wild Dog Project – Wildhund Projekt
Der Afrikanische Wildhund ist einer der am stärksten bedrohten Raubtiere Afrikas.
Der Bestand dieser einheimischen Tiere ist in den letzten 30 Jahren in einem solch alarmierenden Maße gefallen, dass nur noch kleine Wildhundgruppen in 14 Ländern leben, wo es vorher 39 waren. In diesen 14 Ländern gibt es nur noch 6 Populationen mit mehr als 100 Hunden.
Eine der wenigen in Gefangenschaft lebenden Wildhund-Populationen Namibias befindet sich auf Harnas. Diese Gruppe stammt aus verschiedenen Rudeln. Alle Hunde des ersten Rudels auf Harnas waren schwerwiegend verwundet.
Einem Wildhund musste ein Vorderbein amputiert werden. Ein anderer hatte einen tiefen Schnitt im Nacken, der nächste einen gebrochenen Vorderlauf. Ein zweites Rudel von Jungtieren kam 1996 aus der Otjozondjupa Region nach Harnas. 2008 stießen zwei weitere Rudel dazu, eines erneut aus der Otjozondjupa Region, das andere aus der Oshikoto Gegend. Harnas beherbergt zurzeit 29 Afrikanische Wildhunde.

Die Harnas Wildlife Foundation sieht den Afrikanischen Wildhund als einen der wertvollsten Schätze Namibias, auch wenn die Wiedereinführung an Orten mit erloschenen Wildhund-Populationen nicht die oberste Priorität im Schutz der Wildhunde ist.
Es ist technisch möglich, durch Wiedereinführung, ausgerottete Wildhund-Populationen neu aufzubauen. Dies ist jedoch kein Ersatz für den Schutz der existierenden Rudel.
In einer stark besiedelten Landschaft kann der Afrikanische Wildhund in einem Netzwerk aus kleinen eingezäunten Reservaten ausgewildert werden. Diese eingezäunten Gebiete würden einem oder mehreren Rudeln ermöglichen, Metapopulationen zu entwickeln. Wir haben vor, einige unserer Wildhunde im Life Line-Gebiet auszuwildern. Durch eine bereits existierende Öko-Tourismus-Infrastruktur hoffen wir, mit diesen Hunden Einnahmen für Harnas erwirken zu können.
Der Erfolg der Anfangsphase des Projektes soll als Anreiz für die angrenzenden Farmer der Otjinene/Epukiro Gegend dienen, sich an der Schaffung eines übergreifenden, kommerziell nutzbaren Schutzgebietes zu beteiligen. Mit dem Zusammenschluss von Farmern in Namibia und vielleicht auch Südafrika wäre der Schutz dieser wundervollen Tiere gesichert.
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